Wie das Social Web wirklich sozial sein kann

„Lass uns Nepal unterstützen!“ – dieser Spendenaufruf empfing für einige Tage alle Facebooknutzer und forderte so jeden zur Unterstützung der Erdbebenopfer in Nepal auf. Das soziale Netzwerk macht das Spenden einfach und verspricht zusätzlich den gespendeten Betrag zu verdoppeln. Doch das ist nicht die einzige Hilfsaktion im Bereich des Social Web. Besonders Facebook und Google wollen aktiv helfen.Dass das Netz und im Besonderen auch soziale Netzwerke nicht nur Unterhaltung da sind zeigten schon Ereignisse wie der Arabische Frühling, in dem Facebook und Co. maßgeblich zur Kommunikation und Organisation der Bewegung beitrugen. Am Wochenende erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,9 Nepal, mit verheerenden Auswirkungen. Angesichts dieser Naturkatastrophe gehen Facebook und Google noch einen Schritt weiter und starten, neben zahlreichen Hilfsorganisationen, auch ganz konkrete Hilfe.

Mit dem „Person Finder“ hat Google eine öffentliche Datenbank geschaffen, in der jeder nach Personen suchen, die Namen von Vermissten eingeben oder das Schicksal Einzelner hinterlegen kann. Der „Person Finder“ soll einerseits Nutzern am Unglücksort Informationen darüber geben nach wem sie suchen sollen und andererseits Angehörigen helfen, die nicht wissen was mit Angehörigen und Freunden geschehen ist. Google hatte eine ältere Version dieser Funktion bereits 2010 nach dem Erdbeben in Haiti entwickelt.

Mit dem „Security Check“ von Facebook, der im Oktober 2014 vorgestellt wurde und nun zum Einsatz kam, können Nutzer sich selbst oder andere als „in der Region“ oder „in Sicherheit“ markieren. Mit dem „Security Check“ können also Menschen ihren Kontakten mitteilen, dass es ihnen gut geht. Doch nicht nur das. Da diese Funktion sehr viele Menschen nutzen, entstehen schnell Datensätze, mit denen sich feststellen lässt, welche Orte und welche Personen betroffen sind.

Funktionen wie diese zeigen, dass das Netz zu weitaus mehr verwendet hat als dazu Katzenvideos anzuschauen. Das Social Web hat schon lange nicht mehr nur den Zweck der Unterhaltung. Es auch eine soziale Aufgabe, wenn nicht sogar eine Verpflichtung erhalten.

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