Kampf gegen Leukämie – Wie eine Typisierungsaktion Noahs Leben retten kann

Der 12-jährige Noah hat Leukämie – nur eine Stammzellenspende kann sein Leben retten. Ein geeigneter Spender konnte jedoch noch nicht gefunden werden. Eine große Typisierungsaktion am Münchner Marienplatz am 9. Mai soll das ändern. Für die Typisierungsaktion machten wir uns gemeinsam mit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) bereits auf Facebook stark. Denn je mehr Menschen sich typisieren lassen desto größer ist die Chance endlich Noahs Lebensretter zu finden.

Früher war Noah ein leidenschaftlicher Fußballspieler und jeden Tag draußen auf dem Platz. Heute darf er das Haus nicht mehr verlassen. Auch Besuche von Freunden sind limitiert. Sein Immunsystem ist mittlerweile so geschwächt, dass bereits ein kleiner Infekt lebensgefährlich für ihn sein könnte. Seitdem er kurz vor Weihnachten die Diagnose Blutkrebs bekommen hat, geht er auch nicht mehr zur Schule. Sein Zustand hat sich rapide verschlechtert. Bei seinen regelmäßigen Krankenhausbesuchen bekommt Noah Bluttransfusionen da die Krebszellen immer weiter seine Blutzellen zerstören. Die Transfusionen helfen – heilen können sie ihn nicht.

Nur eine Stammzellenspende – entnommen aus dem Blut oder aus dem Beckenknochen eines geeigneten Spenders – kann Noah heilen. Die AKB durchkämmt daher ihr Netzwerk von ca. 24 Millionen registrierten Spendern weltweit. Bisher ohne Erfolg. Die Schwierigkeit dabei: Die DNA von Spender und Patient müssen exakt übereinstimmen. Bei Kindern ist es sogar noch schwieriger. Während bei Erwachsenen mitunter die Übereinstimmung von acht von zehn Gewebsmerkmalen genügt, müssen es bei Kindern zehn von zehn sein.

Für Noah hat sich selbst seine zweieiige Zwillingsschwester als ungeeignet erwiesen. Auch eine Blutabnahmeaktion in der Nachbarschaft, organisiert von Noahs Nachbarin, blieb ohne Erfolg. Die große Typisierungsaktion am Samstag, den 9. Mai am Münchner Marienplatz ist nun Noahs große Hoffnung. Potentielle Spender können sich hier per Blutabnahme typisieren lassen, denn nur so kann ein möglicher Spender eindeutig identifiziert werden. Dass aus dem Rückenmark gespendet wird ist ein leider weit verbreitetes Gerücht. Denn bei einer Spende werden die Stammzellen entweder aus dem Blut herausgefiltert oder direkt aus den Beckenknochen entnommen. Der Eingriff ist für den Spender also völlig ungefährlich – doch die Spende rettet ein Leben.

Weitere Informationen zur Stammzellenspende unter: www.akb.de

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